Machu Picchu, die „verlorene Stadt der Inka“ versteckt auf einem Berg inmitten einer abgelegenen Region der Anden. So versteckt – sagt man – dass die Spanier sie bei ihren Zertörungswütigen Raubzügen im 16. Jahrhundert einfach übersahen. Die Stadt ist ein Muss einer jeden Perureise, und leider sehe das nicht nur ich so. Während zu Hochzeiten ca. 600-900 Personen das Areal bewohnten zieht es heute täglich mehrere tausend Besucher an.

Langsame Annäherung auf demanding Salkantay Trek

Der Inka Trail, traditionell der Trek auf dem Touristen Machu Picchu wandernd erreichen ist schon lange vom Massentourismus Überlaufen. Heute kosten die Tickets mehr als 500$ und müssen Monate im Voraus gebucht werden. Eine Alternative für den preisbewussten Reisenden: der Salkantay Trek.

Gebirgsbach und weiße Berge auf dem Salkantay Trek

Auf dem Salkantay Trek

In vier Tagen nähert man sich auf diesem Trek Machu Picchu an, unterquert einen Pass auf 4650 Meter und steigt anschließend wieder hinab auf 1500 Meter. Am fünften Tag steht dann Machu Picchu und die Heimreise nach Cusco auf dem Programm.

Steinhaufen auf dem Salkantaypass mit Gletscher im Hintergrund

Unzählige Steinhaufen zeugen von den vielen Wanderern die den Pass bereits überquert haben.

Am vierten Tag läufte man die letzten Stunden nach Aguas Caliente (der Ort am Fuße Machu Picchus) entlang der Bahngleise. Alternativ kann man natürlich den Zug nehmen, doch die Ticketpreise für Ausländer sind happig.

Tipp:
Für wenige Dollar mehr kann bei den Touren eine zweite, zusätzliche Nacht in Aguas Caliente hinzugebucht werden.
Der Ort ist deutlich sympathischer als ich erwartet hatte und so kann man den gesamten Tag in Machu Picchu verbringen.

Backpacker wandern entlang der Bahngleise nach Machu Picchu

Die letzten Kilometer nach Aguas Caliente wandert man entlang der Bahngleise.

Keine Frage, der Trek ist schön und stellenweise echt beeindruckend. Die durchorganisierte Tourismuswirtschaft und Geldmacherei hinterlassen jedoch einen fahlen Beigeschmack und insgesamt hat mir der Santa Cruz Trek in Huaraz besser gefallen.

einzelne Wanderin auf einem langen Pfad

Auch bei Nebel verströmt die Gebirgswelt eine besondere Stimmung.

Machu Picchu

Die Richtige Zeit um Machu Picchu zu besuchen? Natürlich frühmorgens. Sehr früh Morgens sogar. Wer die Ruinen ohne überfüllte Wege und bei angenehm kühlen Temperaturen erleben will, sollte noch im Dunkeln aufstehen. Um fünf macht das Tor am Fuße des Berges auf, ab sechs kann man oben die Stadt betreten. Und ab acht Uhr schieben sich Gruppen von Rentnern und übergewichtigen Pauschaltouristen durch die Palastanlagen.

Lama in Machu Picchu

Neben den Touristen laufen vereinzelt auch Lamas durch die Ruinenanlage.

Steht man zum Sonnenaufgang am oberen Ende der Anlage und blickt auf die Ruinen und Terrassenlandschaft hinab, weiß man warum man hier nicht alleine ist. Die erhöhte Lage hunderte Meter über dem Tal und die umgebende dunstverhangenen Gebirgslandschaft verleihen dem Ort etwas magisches.

Zwei Fenster in einem Tempel von Machu Picchu offenbaren den Blick auf die Landschaft

Die präzisen Steinarbeiten der Tempelmauern beeindrucken noch heute.

Nach heutigem Stand der Forschung ist die Anlage übrigens als eine Art Landresidenz der Inkakönige errichtet worden. Wenn ihnen der Trubel in der Hauptstadt Cusco zu groß wurde, zogen sie sich hierher zurück.

Foto-Tipp:
Bei meinem nächsten Besuch würde ich darauf achten, dass mein Ticket auch einen Besuch des Machu Picchu Berges ein paar 100m oberhalb der Anlage mit einschließt. Von dort Oben offenbart sich anderer, weniger bekannter Blick auf die Anlage und die umgebende Landschaft.

Ich sitze vor der Bergkulisse bei Machu Picchu

Dank der Größe der Anlage findet sich trotz des Andrangs immer wieder ein ruhiges Plätzchen.

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