Es ist Nass und ein bisschen kalt. Auf den satt-grünen Weiden stehen Kühe und Schafe. Vor fünf Minuten war die Sicht noch vollkommen klar, jetzt stehe ich in dichtem Nebel und die Sicht ist nun auf wenige Meter beschränkt. Die umgebenden Berge sind nur gelegentlich als Schatten zu erkennen.

Preisfrage: Wo bin ich?

Bevor sich jetzt alle auf Irland einigen noch eine Info mehr: überall um mich herum beginnen hohe schlanke Baumstämme, deren Kronen im Nebel kaum zu erkennen sind. Würde man sie sehen, könnte man erstaunt feststellen, dass es sich um Palmen handelt. Um hohe Palmen. Mit bis zu 60 Meter Höhe sind die Wachspalmen hier in Salento die höchsten der Welt.

Riesenpalme in Salento mit Größenmaßstab

Suchbild: Wer findet die Kühe am Fuß der Riesenpalme?

Die Kaffeeregion Kolumbiens

Salento liegt inmitten der kolumbianischen „Zona Cafetera“ – Der kolumbianischen Kaffeeregion, in der über 50% des kolumbianischen Kaffees angebaut wird. Der Ort entwickelt sich in den letzten Jahren zu einem Besuchermagneten und das Angebot für Touristen wächst stetig.

Direktbus von Medellín nach Salento:
Mit den steigenden Besucherzahlen in Salento vereinfacht sich auch die Anreise. Inzwischen gibt es täglich drei direkte Busse von Medellín nach Salento.
Abfahrten vom Terminal Sur in Medellín sind um 9:00, 11:00 und 13:00 Uhr. Die Fahrt dauert 6-7 Stunden, kostet 40 000 Pesos und führt über Pereira. Anbieter der Fahrten ist die „Flota Oriental“.

Unter anderem werden in Salento inzwischen vielerorts Kaffeetouren angeboten bei denen man in 20-60 Minuten Einsichten in den Anbau und die Verarbeitung von Kaffee bekommt. Die kurzweilige Veranstaltung endet natürlich mit einer Kaffeeverköstigung direkt vor Ort.

Kaffeepflanzen mit roten Früchten

In den Früchten verbergen sich die Kaffeebohnen (die eigentlich gar keine Bohnen sind).

Dunkle geröstete Kaffeebohnen

Das Endprodukt wie wir es in Deutschland kennen (nur mit stärkerem Kaffeegeruch!)

Die Valle del Cocora

Zwingender Bestandteil eines jeden Salento-Besuchs ist eine Wanderung in der Valle del Cocora. Hier wachsen die riesigen Palmen für welche die Region bekannt ist. Nachdem mir der Aufziehende Nebel bei meinem ersten Besuch des Tals einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war ich sogar zweimal hier.

Valle de Cocora bei Salento

Frühmorgens war die Sicht im Tal noch gut.

Zum ersten Mal seit 3 Monaten habe ich (endlich?) meine Regenjacke gebraucht und konnte lange Klamotten anziehen! Ich glaube nach dem deutschen Winter wüsste ich das nicht zu schätzen, doch hier hat sich das richtig gut angefühlt!

Die hohen Palmen sind beeindruckend (Gerade wenn die Baumkronen im Nebel verschwinden). Mein Highlight des (sehr empfehlenswerten) Treks, war der Besuch des Kolibrihauses im nahegelegenen Regenwald. Hier wird man förmlich von Kolibris umschwirrt und ich hatte endlich die Gelegenheit ein paar Aufnahmen von Kolibris zu machen. Auch wenn ihre Energie und ihre ungeheuer schnellen Bewegungen das Fotografieren zu einer echten Herausforderung machen.

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Reitstunden in Salento

Am Anfang meiner Reise gab es zwei Fähigkeiten die ich in Lateinamerika zu verbessern wollte: Spanisch und Reiten. An dem Spanisch hab ich ja die letzten Wochen bereits intensiv gearbeitet, blieb noch das Reiten. Hierfür bietet sich Salento bestens an. Reiten gehören hier zum touristischen Standardprogramm und die Pferde haben den Ruf gesund und gut dressiert zu sein. Anstatt eine Tour zu machen habe ich mir hier Reitstunden gegönnt. – Die Landschaft konnte ich ja auch zu Fuss erkunden.

Reitstunden in Salento:
In Salento können Reitstunden auf Anfrage organisiert werden (das kann auch mit einer Tour kombiniert werden). Offiziell angeboten wird der Reitunterricht meines Wissens nach nirgendwo, doch Omar Hernández hat sich als ein guter Lehrer erwiesen und besitzt einige gut dressierte Pferde (die er alle selbst eingeritten hat).
Pro Stunde habe ich 25 000 Pesos bezahlt und konnte dafür von seiner Erfahrung, seinem Wissen und seiner Motivation profitieren. Erreichen könnt ihr Omar unter der Nummer +57 314 600 6347.
Sehr zu empfehlen!

Jeeps in Salento

Die Taxiflotte Salentos besteht zu 100% aus alten Jeeps. Bis zu 12 Fahrgäste werden so auf einmal transportiert.

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