Ein spannender Besuch stand uns in Panama noch bevor: Vor ein paar Jahren war Lena für ein Projekt von Ingenieure ohne Grenzen e.V. in Panama, genauer: in dem kleinen Dorf Portrero de Olla oberhalb der Interamericana, zwischen David und Santiago. Damals ging es um den Bau von Wasserzisternen und um die Untersuchung der Wasserqualität der verschiedenen Quellen vor Ort.

Da wir ja ohnehin gerade in der Gegend waren, beide bei Ingenieure ohne Grenzen aktiv sind und sich damals mit einigen der Bewohner angefreundet hatte war ein Besuch fest eingeplant.

Vor Ort waren einige der Bewohner gerade abwesend – zu Karneval zur Familie in der Umgebung. Wir begutachteten die Zisternen (Ich war vor ein paar Jahren für ein ähnliches Projekt in Kenia unterwegs), sie waren auch nach sechs Jahren alle in gutem Zustand. Und verbrachten den Großteil des Tages mit Roberto und seiner Familie. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit hier auf dem Land ist wirklich beeindruckend. Nur zwischen den Zeilen und auf Nachfrage klang Besorgnis durch: Der letzte Regen fiel dieses Jahr bereits im November (1,5 Monate früher als üblich), und bis Mai ist mit keinem neuen Regen zu rechnen. Durch das frühe Ende der Regenzeit waren die Zisternen noch nicht vollständig gefüllt und sind inzwischen nahezu leer. Bald muss das Wasser wieder aus der einige Kilometer entfernten Quelle geholt werden. Für die Bauern der Region ein Schicksalsschlag. Roberto selbst arbeitet als Caballero auf einer nahegelegenen Finca (also quasi als Cowboy) und hat als solcher selbst drei Pferde mit denen er und seine Familie Wasser von der Quelle holen können.

Reiten im Galopp in Panama

Im Galopp auf einem von Robertos Pferden (Foto: Lena Westhof)

Ach ja, die Pferde: nachdem unser letzter Ausritt sowohl mich, als auch die deutlich Reiterfahrenere Lena mit großen Fragezeichen zur Pferdedressur zurück gelassen hatte waren die Pferde von Roberto eine Offenbarung. Ich bin glaube ich noch nie auf einem so gut dressierten Pferd geritten und auch Lena attestierte Ihnen ein besonders gutes und klares gehorchen. Endlich kamen wir beide auch mal dazu zu galoppieren! (Lena elegant, und ich… – naja…)

Doch auch der beste Tag geht irgendwann zu ende und so ging es für uns am Nachmittag zurück zu unserer Unterkunft unten an der Pazifikküste am Strand Las Lajas. Abgesehen von seinen beeindruckenden Dimensionen gibt es über den jedoch nicht viel zu berichten.

Weitere Informationen zum (inzwischen abgeschlossenen) Projekt gibt es hier: Projekt Wasser für Panama

Wer unsere Projekte von Ingenieure ohne Grenzen unterstützen will könnte zum Beispiel das Projekt ROCK (Rainwater, Opportunities, Cisterns, Kenya) unterstützen. Für dieses war ich selbst vor drei Jahren in Kenia und es wird gerade eine neue Projektphase geplant.

Silhouette am Strand von Las Lajas

Am Strand von Las Lajas

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